Listenplatz 2

Carmen Mauerer

Liebe Mainzer:innen,

vor 5 Jahren durfte ich dank eurer Stimmen in den Mainzer Stadtrat einziehen, obwohl ich vorher keine kommunalpolitische Erfahrung hatte.

Seitdem habe ich viel gelernt. Als Team haben wir es geschafft, eine ernstzunehmende Opposition zur Ampel und ihrem eingefahrenen Politikstil zu sein. Wir haben die Vorgänge in Mainz kritisch beäugt, begleitet und sind bei Bedarf – also nicht selten – eingeschritten. Und wir können mit Stolz sagen, dass wir einige Maßnahmen durchsetzen konnten, die tatsächlich einen riesigen Unterschied im Leben von vielen Menschen machen: Sei es die medizinische Behandlung und geburtshilfliche Versorgung für Nichtversicherte, die Einführung eines Energie-Nothilfefonds, oder immerhin der Beschluss, dass die Stadt ein Extremwetterschutzkonzept für Wohnungslose und vulnerable Gruppen entwickeln wird.

Als Mitglied im Aufsichtsrat der Mainzer Verkehrsgesellschaft und im Verkehrsausschuss habe ich mich stets dafür eingesetzt, dass der öffentliche Nahverkehr in Mainz und Umgebung besser wird: Ich habe nicht nur gegen Ticketpreiserhöhungen gestimmt, sondern mich für kostenfreien Nahverkehr stark gemacht, und gleichzeitig dafür, dass die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und die Barrierefreiheit sich auch verbessern.

Mir ist wichtig, dass wir als Linksfraktion im Mainzer Stadtrat weiterhin eine Stimme für die Mehrheit der Mainzer*innen und uns alle sind, die wir nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden

Ich bin eigentlich Kommunikationsdesignerin, muss aber glücklicherweise inzwischen nicht mehr in der Werbebranche arbeiten. Seit Anfang letzten Jahres arbeite im gemeinnützigen Verein Armut und Gesundheit in Deutschland, der medizinische Versorgung und Beratung anbietet für Wohnungslose, Geflüchtete, Frauen*, Kinder und alle, die in sozial benachteiligten Verhältnissen leben müssen und nicht oder nicht ausreichend krankenversichert sind. Im Rahmen meiner Arbeit bin ich auch Delegierte in der Nationalen Armutskonferenz.

Es darf doch nicht sein, dass – besonders in einer inzwischen so reichen Stadt wie Mainz – Schüler:innen hungrig in den Unterricht gehen und in der Mensa kein Mittagessen bekommen, oder dass die Mensa so marode ist, dass sie überhaupt ganz geschlossen ist.
Es darf nicht sein, dass junge Menschen ihre Ausbildung nicht antreten oder abbrechen müssen, weil sie sich die Miete und das Leben in Mainz nicht leisten können.

Es darf nicht sein, dass Geld für Prestigeprojekte und luxuriöses Wohnen da ist, während immer mehr Menschen und Familien in viel zu kleinen Wohnungen in benachteiligten Quartieren gequetscht leben müssen, weil die Gier der Immobilienbesitzer*innen die Mieten ins Unermessliche treibt.

Oder dass Menschen gar auf der Straße landen; Wohnungslosigkeit ist schließlich auch hier kein Fremdwort. Die Notunterkünfte – gerade für Frauen* – sind überfüllt.
Es darf nicht sein, dass Menschen, die vor Krieg, Hunger und Verfolgung geflohen sind und teils heftigstes Leid erlebt haben, jetzt in Mainz wie Menschen zweiter und dritter Klasse behandelt werden und in Baracken und Containern am Stadtrand ausharren müssen.
Es darf nicht sein, dass Kinder- und Jugendprojekte immer weiter zurückgefahren werden, gerade nachdem junge Menschen während der Coronapandemie einfach systematisch vergessen wurden.

Damit sich all das ändert, möchte ich mich weiterhin mit viel Energie und Herzblut einsetzen, an einem sozial gerechteren Mainz arbeiten. Ich freue mich über 3 Stimmen für mich und 60 Stimmen für eine starke Linke im Mainzer Stadtrat..

Ihre Carmen Mauerer

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